der raum

LindenowVisit-Mail-Einladung

Autodidaktische Initiative + Lindenow @ A und V

Der Lindenow e.V. und die Autodidaktische Initiative verwandeln in Kollaboration den A und V in einen Begegnungsort, in dem sich die Gelegenheit für Austausch zwischen Künstler*innen, Musiker*innen und Besucher*innen mit und ohne Fluchthintergrund bietet. Am Wochenende 25. und 26. März öffnen sich die Türen für neue und schon dagewesene Nachbar*innen. Am Samstag bringen Stadt Karawanen über die Grenzen des Ausstellungsraumes hinaus Kunstschaffende und Besucher*innen zusammen. Mit der offenen Gesprächsrunde am Sonntag über Selbstorganisation, künstlerische Praktiken im Wandel des Ortswechsels und die Bedeutung einer Statuszuschreibung durch das Wort Flüchtling oder Prekariat wollen wir zu einem transkulturellen Dialog finden.

Die Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern, die das kulturelle und soziale Gefüge des Viertels und der Stadt Leipzig verändern, begreifen wir als Chance und sind neugierig auf die Impulse.

25.03.2017 – Brunch: 11.00Uhr – AundV

Stadtkarawane: 13.00 – 18.00 durch die Kunsträume im Leipziger Westen

Get Togehter mit Drink: 19.00 – AundV

 

26.03.2017 – offene Gesprächsrunde: 15.00 – AundV

Konzert: 17.00 – AundV

Idomeni, der kleine Ort an der griechisch-mazedonischen Grenze, wurde zum internationalen Symbol der europäischen Flüchtlingspolitik. Mehr als 10.000 Menschen strandeten dort im Frühjahr 2016, als ihnen die Weiterreise nach Norden verwehrt wurde. Im Winter unter freiem Himmel campierend fehlte es an warmer Kleidung, Nahrung und medizinischer Versorgung. In dieser Situation machte sich auch eine Gruppe von Flüchtlingshelfer*innen und Sanitäter*innen aus Leipzig auf den Weg nach Idomeni, um Nahrung und Sachspenden zu verteilen, medizinische Hilfe zu leisten und die freiwilligen Helfer*innen vor Ort zu unterstützen. Hier entstanden die Aufnahmen von Maximilian Schulz. Durch die analoge Kamera und den empathischen Zugang des Fotografen entsteht ein intimer Blick zurück – zurück auf einen Ort des Wartens, der Hoffnung und Enttäuschung. Mit der Auflösung des Camps im Mai dieses Jahres verschwanden die Menschen Idomenis aus der internationalen Öffentlichkeit. Doch in dutzenden kleinen Idomenis warten viele von ihnen noch immer in Griechenland auf Weiterreise oder ein Asylverfahren. „SAVE US GERMANY DON’T FORGET US PLEASE“ steht auf der Pappe des kleinen Mädchens geschrieben. Um daran zu erinnern, ist ihnen diese Ausstellung gewidmet.

Vernissage:

7. Juli, 18.30 Uhr mit einführenden Worten und einer kommentierten Führung von Maximilian Schulz und seinen Reisebegleiter*innen

Finissage:

21. Juli, 19 Uhr mit einer Diskussion über die Situation von Geflüchteten in Griechenland seit der Räumung Idomenis mit Vertreter*innen des Dresden-Balkan-Konvois

Weitere kommentierte Führungen:

16. und 17. Juli, jeweils 16 Uhr

Öffnungszeiten:

Do – Fr 17-20 Uhr

Sa – So 15-20 Uhr

245 Idomeni Camp

schwarz+schweißbeton,briefmarken, glas, graphit, licht, papier, ton

ausstellung von miriam albert und lisa himpel

Vernissage: 05.06.2016 – 17:00h

Ausstellung vom 06.06. – 11.06. täglich ab 16:00h